Ich bedanke mich bei Florence Lewis die mir die Erlaubniss gab diese, Ihre, Geschichte zu veröffentlichen.

Lewis: ein sehr üblicher Name mit vielen möglichen Ursprüngen einschließlich Englisch, Walisisch, Schottisch, Irisch, Französisch, Jüdisch.

Wie auch immer, es war nicht Großvater Lewis’ richtiger Name.

Die Häufigkeit des Namens machte es sehr schwer Großvater Lewis Ursprünge zurückzuverfolgen.

Sein richtiger Name, Bulach, machte es einfacher, da Bulach kein üblicher Name war.


 

The Bulach (aka Lewis) Family

Das Geheimis eines Deutschen Waisen

 

 

Friedrich V Joseph Bulach

(aka Frederick Lewis Sr.)

Mein Grossvater väterlichseits

1875-1961

Foto zur Verfügung gestellt von James Frederick Keith und seine Ehefrau Sandy

Es ist schwer zu verstehen, wie ich 14 ½ Jahre im Hause meines Großvaters Frederick Lewis Sr. (auch bekannt als Bulach) leben und doch so wenig von seiner Vergangenheit erfahren konnte. Ich wusste er war ein Waisenkind und ich wusste, dass Lewis nicht sein richtiger Name war, aber ich erinnere mich nicht versucht zu haben, mehr von ihm zu erfahren. Vielleicht dachte ich ein Waisenkind wisse nicht so viel über seine Vergangenheit aber ich weiß, dass er mehr wusste als ich versuchte rauszufinden. Erst als ich mit meiner Arbeit an der Familiengeschichte begann fing ich an Fragen zu stellen und die Lewis Familie in den Volkszählungen zu suchen. Ich konnte die FredLewis Familie in den 1900, 1910 und 1920 US Aufzeichnungen finden, vor 1900 aber nicht.

Ich fing an (lebende) Verwandte aufzusuchen und besuchte als erstes Delores „Dee“ Keith Hogan in Benicia, Kalifornien. Delores ist meine Cousine und die Tochter von Ellen Bulach (auch bekannt als Lewis Keith. In einer Unterhaltung mit ihr gab sie mir ein paar wichtige Informationen, welche sie von ihrer Mutter erhalten hatte. Fred Lewis richtiger Name sei Bullock gewesen und dass er und sein Bruder Louis auf den Straßen in der Gegend von Pittsburgh gefunden wurden, deutsch sprechend. Sie sagte auch, dass Großvater, wie wir ihn nannten, ihr deutsche Lieder vorgesungen habe, auf Deutsch gezählt und „Schließ die Tür“ auf Deutsch gesagt habe. Dee war verwirrt über den Namen Bullock, weil das der Mädchenname meiner Mutter ist. Ich war ebenso verwundert von den Volkzählungen 1910 und 1920. Ein Louis Bullock lebte im Lewis Haushalt um 1910 aber 1920 war dort ein Louis Lewis. Ich wusste nicht, dass es derselbe Mann war. Mit den Informationen von Dee fing ich an nach einem Fred und Louis Bullock zu suchen. Ohne die Informationen von Delores hätten wir nie die Geschichten von Fred Lewis erfahren.

 

Dee Keith Hogan

Um eine lange Geschichte kurz zu machen, ich heuerte Nancy Bartoo an, eine professionelle Ahnenforscherin, in Allegheny County, welche selber deutsche Vorfahren hat. Sie ist mit deutscher Ahnenkunde vertraut und mit viel Arbeit von uns beiden, lüfteten wir das Geheimnis. Ich will Sie nicht mit den Details über die komplizierte Suche langweilen, aber ich werde ihnen erzählen das Tante Firede Williams Lewis Teile zum Puzzle hinzufügt hat welches die Entdeckungen die wir machten bestätigte. Der Hinweis, dass die Jungs in einem katholischen Waisenhaus waren, aber nie adoptiert wurden führte zu unserer Waisensuche. Ihre Bestätigung, dass die Jungs für Kost und Logis auf der Dougherty Farm arbeiteten führte uns zu der Farm selber.

Von Anfang an, drängte mich Nancy etwas über Großvaters Religion zu lernen. Ich sagte einfach, dass ich nicht dachte, dass er jemals zu Kirche gegangen war. Ich konnte nicht verstehen weshalb das so wichtig war, aber ich fand es schnell raus.

Als Nancy Großvaters Todesurkunde in Pittsburgh fand, fanden wir heraus dass sein Vaters richtiger Name Friedrich Bulach war und wir erfuhren dass er beim St. Mary’s Catholic Cementery (Troy Hill) in Pittsburgh begraben war. Mit diesem Wissen, forderte Nancy mich auf die Diözese von Pittsburgh zu kontaktieren und eine Suche nach der Bulach-, Bolock- oder Bullock-Familie in Auftrag zu geben. Die Aufzeichnungen der St. Philomena Kirche waren eine Goldmine.


Die Kirche wurde 1839 im Pittsburgh-Bezirk gegründet von der deutsch-ethnische Gemeinde aus der Diözese Pittsburgh. Der Grundstein der Kirche wurde am 26 Mai 1842 gelegt und 1846 fertig gestellt. Wegen der Kommerzialisierung des Bezirks wurde die Kirche am 15 April 1922 an die Pennsylvania Railroad verkauft und in Squirrel Hill neu gegründet. 1993 wurde sie als ein Teil der Reorganisierung und Revitalisierung der Diözese geschlossen. Die Kirche wurde kurz darauf verkauft.

 

Das ist die Kirche in der Großvaters Mutter und Vater geheiratet haben und in der seine Mutter Barbara Aha getauft wurde. Ihr Vater und ihre Mutter Amadus Aha und Maria Ann Kuhn heirateten dort. Es scheint als wäre sie über Jahre die Familienkirche gewesen.

 

 Der Taufname der Bulach-Kinder waren Mary Anna, Barbara Caroline, Philomena, Friedrick Joseph (Großvater), Louis Joannes („Onkel Lou“) und Paulina Philomena. Sie wurden in dieser Reihenfolge geboren in der Zeit von 1868 bis 1884. Es ist erwähnungswürdig, dass Großvater der erste Sohn war und den Namen Friedrick (verschiedene Schreibweisen) weitergeführt hat. Später fanden wir heraus, dass er der 5 Friedrich war in einer Reihe von 7 Friedrichs. Wir glauben Großvaters Großvater Friedrich nach Amerika vor 1860 (US Zensus von 1860).Friederich oder Friedrich ist ein alter deutscher Name (Frederick ist eher die englische Form). Der Name ist gebildet von die Elemente Frieden und Kraft. Er ist sehr populär in Deutschalnd, auch weil er ein königlicher Name ist (bei den Hohenstaufen und Habsburger). Bekannte Träger sind u.a. Friedrich Barbarossa (Deutscher König 1152-90) und Heiliger Römischer Kaiser 1155-90, Friedrich II , König von Sizilien ab 1197 als er 3 Jahre alt war , König von Deutschalnad 1212-20 und Heiliger Römischer Kaiser 1220-50. Viele Prinzen und Adlige und Könige trugen auch dieser Name. Der bekannteste war Friedrich der Grosse 1740-86. Er war als Förderer der Künste bekannt, ein entscheidender Staatsmann und ein siegreicher Militärkommandant.

Wir erfuhren das mein Bruder Frederick, welcher 2 Tage nach seiner 2-monatigen Frühgeburt starb, Frederick VII und der letzte Friedrich der Namenslinie war. Ich denke wir sollten nicht überrascht sein das Ur-Großvater Friedrich IV seine Zugehörigkeit zum König von Preußen widerrufen musste, als er am 28 September 1872 in Pittsburgh eingebürgert wurde. Das bedeutet er musste bereits 3 Jahre in den USA gewesen sein, bevor er 21 wurde und wenigstens 5 Jahre insgesamt. Es gibt einen William Bulach welcher wahrscheinlich am selben Tag wie Fred eingebürgert wurde. Daten sind schwer zu lesen aber wir glauben, dass er Freds Bruder war. William war ein Befürworter des Baptismus von Großvaters’ Schwester Mary Anna in 1868. William lebte als Pensionsgast in Ward 1 in Pittsburgh in 1870. Wir konnten ihn danach nicht mehr in den USA lokalisieren. William scheint nach Deutschland zurückgekehrt zu sein, geheiratet zu haben und in Hechingen gestorben zu sein.

An diesem Punkt möchte ich einige Schwierigkeiten erläutern, die bei der Aufdeckung von Freds Geschichte bestehen. Es wurde schwierig gemacht wegen des Sprachwechsels von Deutsch nach Englisch und weil Deutschland vor 1871 keine Nation war. Es war eine Sammlung von Dutzenden kleiner Staaten, Herzogtümer, Königreiche und Gebiete, von denen jeder seinen eigenen Herrscher, seine eigenen Gebräuche und seinen regionalen Dialekt hatte. Sprecher der deutschen Sprache kamen aus den heutigen Teilen Dänemarks, der Niederlande, Belgiens, Luxemburgs, Frankreichs, der Schweiz, Österreichs, Ungarns, Polens und der Sowjetunion. Inmigrationsbeamte in der neuen Welt gaben manchmal Leute als Deutsche an, obwohl Deutschland nicht ihr Ursprungsland war. Während beispielsweise mein Verwandter Brian Sontag darauf hinweist, dass seine Sontag-Vorfahren aus Deutschland stammten, deutet die Volkszählung von 1900 auf Ungarn hin. Die Sicherung von Einbürgerungspapieren könnte mir ein genaueres Bild vermitteln.

Dank der katholischen Heirat wissen wir, dass Friedrich aus Hechingen-Hohenzollern kam. Dieses Gebiet liegt nun im Bundesland Baden-Württemberg.

Wir erfuhren von den Aufzeichnungen in der Diözese Pittsburgh das Fred Lewis Sr.’s väterlichen Großeltern, Fredericus und Josepha Bu(r)lach, vermutlich im selben Gebiet lebten wie sein Vater, Hechingen-Hohenzollern, Sigmar.

Großvaters Vater Friedrich Bulach wurde Friedrich geschrieben in seiner Geburtsurkunde in der St. Jakobus Kirche in Hechingen am 28 Dez. 1841. Er war bereits vor dem 25 Dez. 1866 in Pittsburgh als er Barbara Aha in der St. Philomena Kirche heiratete. Barbara wurde in Pittsburgh geboren. Sie war die Tochter von Amand(us) Aha aus Bayern und Mary Ann Kuhn aus den Elsass. Friedrich wurde, etwa um1867, unter dem Namen Fred Bullock in den Archiven in Pittsburgh aufgelistet.

Er erscheint in dem Volkszählungen von 1870 (als Bolock) und 1880. Seine Beschäftigung wird als Arbeiter, Vogelhändler und Vogelzüchter genannt. Frieda Williams Lewis berichtet er habe eine Tierhandlung in Pittsbrugh gehabt, wo Gimbles früher war.

Friedrich's Unterschrift in Altdeutsche Schrift.

Barbara's Unterschrift int americanisiert.

Aus der Eheerklärung für Mary Ann Bulach

Friedrich scheint eine Bildung bis zu einem gewissen Grad gehabt zu haben. Er Unterschrieb mit seinem Namen in einer gut geübten Altdeutschen Schrift. Wir haben seine Unterschrift sowohl in seinem Einbürgerungsbescheid als auch auf der Einwilligung für die Ehe seiner Tochter Mary Ann.

 

 Von den sechs Bulach-Kindern, erscheinen Barbara Caroline und Philomena nicht im Haushalt in 1880 und man vermutet, dass sie vorher gestorben sind. Tante Frieda Lewis erinnert sich daran, dass Großvaters Eltern an eine Epidemie starben und die Kinder in einem katholischen Waisenhaus untergebracht aber nie adoptiert wurden. Die Tragödie die geschah, wie wir zusammenstellen konnten, sieht wie folgt aus:

  • 1841 Geburt Friedrich (IV) in Hechingen
  • 1864 Friedrich (IV) Heiratet Barbara Aha
  • 28.9.1872 Friedrich (IV) nimmt die Amerikanische Staatsangehörigkeit an.
  • Die Familie lebte 1880 in der Decatur (Delray) Straße nahe dem Punkt in downtown Puttsburgh. Die Straße kreuzte die Forth Street und verlief parallel zur Stanwix.

Die Familie lebte 1880 in der Decatur (Delray) Straße nahe dem Punkt in downtown Puttsburgh. Die Straße kreuzte die Forth Street und verlief parallel zur Stanwix.

  • Die Familie lebte 1880 in der Decatur (Delray) Straße nahe dem Punkt in downtown Puttsburgh. Die Straße kreuzte die Forth Street und verlief parallel zur Stanwix.
  • Am 4 Jan. 1886 wurde Mary Ann Bulach mit Louis Schmiedt von einem Stadtrat vermählt mit der Einwilligung ihrer Eltern Friedrich und Barbara. Nancy konnte sie nicht in der Volkszählung zu finden.
  • Am 16 Feb 1886 starb Barbara Aha Bulach an Peritonitis. Sie wurde im St. Marys Friedhof beigesetzt.
  • Am 16 März 1886 wurden Großvaters zwei Jahre alte Schwester Paulina und sein acht Jahre alter Bruder Ludwig (Louis) zum St. Jospeh Waisenhaus zugelassen, mit Erlaubnis des dortigen Präsidenten Rev. Johann B. Duffner. Eine Notiz weißt darauf hin, dass die Barbara Aha gestorben war und der Vater, Friedrich Bulach keine Zahlungen zusagen konnte. Es gibt eine Eintragungen zum elf Jahre alten Großvater Frederick, dass er ein Waisenjunge war. Wie auch immer, die Aufzeichnungen sind Lückenhaft und Tante Frieda glaubt er war ein Waisenjunge. Paulina starb dort aber es gibt keine weiteren Aufzeichnungen von ihr dort. Louis jedoch nahm am 30 Mai 1889 an seine ersten Heiligen Kommunion teil und wurde aus dem Waisenhaus entlassen. Es gibt keine Details dazu.
  • Am 12 Apr. 1888 starb Friedrich (IV) Bulach an Tuberkulose. Er wurde im St. Mary katholischem Friedhof beigesetzt. Seine Hinterlassenschaften waren:
    • Bargeld im Wert von $130,00,
    • einen kleinen Ofen $1,00,
    • Teekessel, Tellerpfanne etc. $0,50.
    • Sechs Küchenstühle $0,75,
    • ein Küchentisch $0,50,
    • zwei Truhen $0,50,
    • eine Uhr $1,00,
    • ein Spucknapf $0,25,
    • ein Doppelbett $0,75,
    • ein Einzelbett $0,50.
    • Insgesamt im Wert von $135,75.

 

Alle Ahnenforscher wissen, dass die Volkszählung 1890 zerstört wurde und das hinterlässt ein großes Loch in unserer Suche. Wir haben keine Lebenszeichen von Großvater, seit dem Tod seiner Mutter1886 bis zu seiner Heirat in Pittsburgh mit Ellen Ceney am 25 April 1898. Zu diesem Zeitpunkt benutzte er den Namen Fred Lewis und lebte 934 Penn Avenue, Pittsburgh. Er war ein Wachmann. Ellens Residenz war Green Tree Borough. Sie wurden vom Friedensrichter Fred W. Edwards verheiratet. Es heißt sie wäre beide 21 gewesen. Wir haben keine Aufzeichnungen vom Bruder Louis seit der Kommunion im Waisenhaus 1889 bis zur Volkszählung 1900, als er in Pittsburgh im Haushalt von Fred Lewis lebte. Wir versuchten ernsthaft einen zu finden. Wissend, dass die beiden Jungen ihren Namen zu Lewis geändert hatten, bat ich Nancy zu überprüfen, ob es Aufzeichnungen gab über einem legalen Namenswechsel. Sie untersuchte die „Ejectement and Misc“ Buch welches Gerichtsmaßnahmen auflistete, einschließlich Namenswechsel. Sie fand keinen Namenswechsel bei den Jungs aber ihr bemerkte einen Räumungsbeschluss in welchem William M. Young versuchte einige Personen von einem Anteil zu entfernen, den er für sich beanspruchte. Die Mitangeklagten beinhalteten Joseph S. Brown, Fred Schueler, John Donohue und Frederick und Louis Bullick. Die Verhandlung dauerte eine Zeitlang, von 1891 bis 1893. Obwohl die Jungs zu der Zeit minderjährig waren bat ich Nancy diesen Fall soweit zu verfolgen wie sie konnte. Aber sie fand nie ein Urteil. Wir hatten nichts gelernt, was meine Vermutungen bestätigen oder verneinen konnte. Ich vermute dass es Waisenkinder waren, die draußen gecampt haben.

Zusammengefasst haben wir keinen Beweis, dass Fred im Waisenhaus war, aber die Aufzeichnungen sind dürftig. Es hat alt genug sein können um bei seinem Vater zu bleiben oder anderen nach seines Vaters Tod. Die Geschichte von Friede und Dee Ketih, sowie meine Erinnerungen, sind dass die Jungs irgendwann zu einer Familie namens Dougherty gebracht wurden.

  Das Foto vom Dougherty Farmhaus in Green Tree befindet sich im Green Tree Historischem Museum. Dort habe ich auch die Karte gefunden, die das Dugherty-Grundstück zeigte. 1919 wurde das Grundstück an die Hecklers verkauf. Jetzt befindet sich auf diesem Gebiet eine Autobahn.

 Großvater war bekannt  für seine Unfähigkeit zu lesen und zu schreiben (Legasthenie?). Es sist sicher nachteilig für ihn gewesen mit einem starken deutschen Einfluss, einschließlich Kirche und Familie, zu leben. Einige Familienmitglieder denken, der Mangel an Ausbildung war das Ergebnis der Notwendigkeit auf dem Feld zu arbeiten. Als Bezahlung erhielten Sie Essen und Bett. Wenn er als „Wrackmeister“ arbeitete auf der Wabash Eisenbahnlinie merkte er sich die Wagennummern und seine Tochter Florence (Tante Flo) schrieb nachts die Berichte für ihn. Nachdem er Polizist wurde, musste er sich wieder auf seine Familienmitglieder verlassen die die Berichte schrieben. Nichtsdestotrotz wurde er nie als Dumm beschimpft.

Nun, Großvater hatte eine harte Vergangenheit, aber ich erinnere mich an ihm immer gut gelaunt. Aufzeichnungen zeigen, er war nicht immer ein Engel. Der älteste Sohn von Fred und Ellen wurde am 3 Februar 1895 geboren und James genannt. Fred und Ellen heirateten am 26 April 1898. James war da bereits 3 Jahre alt. Er wurde zweimal in den Volkszählung von 1900 gezählt – einmal in der Green Tree Residenz seiner Großeltern Thomas und Amy Ceney und einmal in der Pittsburgh Residenz seiner Eltern Frederick und Ellen Lewis.

 

Am Tag nachdem Großvater heiratete, verpflichtete er sich bei der Co. B, 14th Regiment Pennsylvania  Inf. Es war der 27 April 1898 und er meldete sich in Pittsburgh für den Spanisch-Amerikanischen Krieg. Er benutze den Namen Frederick Lewis und wurde beschrieben als 22 Jahre alt, 5 Fuß und 7 Zoll hoch, gutes Aussehen, braunes Haar und braune Augen. Sein Beruf wurde als Angesteller angegeben und er war verheiratet. Er war um 8:30 Vormittags am 29 May 1898 für etwa einandhalb Tage abwesend ohne Erlaubnis. Er wurde am 20 Juni 1898 mit dem Spezialbefehl # 53 zum Corporal befördert. Er war wieder für eine Woche abwesend ohne Erlaubnis am 3 September 1898 und verlor seinen Corporal-Status, musste vor Gericht und zahlte $5,00 Strafe. Am 7 Oktober 1898 wurde sein Entlassungsantragvom Secrety of War zurückgewiesen. Am 1 November 1898 wurde er rechtzeitig entlassen wegen der Geburt meines Vaters Frederick Lewis, Jr. am 26 November 1898. Entlassungspapiere sagen, er war in guter Verfassung. Er erhielt weiterhin medizinische Betreuung von der Veteranen Organisation  und starb an einer myocaridal hypertrophy & dilatation von hypertensive arteriolar nephrosclerosis in einem Veteranenkrankenhaus in Pittsburgh im Alter von 85 Jahren.

Großvater hatte einige Jobs am Anfang seiner Karriere. Er lebte in Pittsburgh und arbeitete als ein „moterman“ 1900. Frieda at angedeutet, dass er East Carnegies erster Feuerwehrmann war und etwas damit zu tun hatte die Feuerversicherungen nach East Carnegie zu bringen. In 1910 wohnte er in 811 Doolittle Street, East Carnegie und arbeitete für die Wabash Railroad. Laut Zählung war er ein Einsenbahningenieur. Frieda nennt ihn einen „Wreck Master“. Was immer er machte, er sparte Geld um sich sein erstes Haus zu kaufen. 

804 Doolittle Street, East Carnegie. Oktober 2000

 

 Am 6 September 1911 kauften Fred und Ellen dann ihr erstes Haus. Sie kauften das 2-Stöckige Holz-Haus in der 804 Doolittle Street, East Carnegie wo ich geboren wurde. Sie kauften es von Robert A. Riddle und seiner Frau für 2600.00$.

 

 

 

Zehn Menschen wohnten in dem Haus 1920. Da waren, Großvater und Großmutter Ellen Ceney-Lewis, die Söhne Frederick Jr. Thomas und Frank. Die Töchter Harriett, Florence (Tante Flo) und Ellen. Sowie die Gäste James Martin und Großvaters Bruder Louis Lewis. Fred war ein Polizist, Frederick Jr. (mein Vater) war ein Elektroniker, Thomas war ein Kranführer und Louis Lewis war Arbeiter, alle drei bei den Brückenarbeiten.

Um 1930 lebte die Familie immer noch im selben Haus und es waren immer noch 10 Leute, aber nicht die gleichen. Da waren Fred Sr. ein Pittsburgher Polizist, seine Frau Ellen, sein Sohn Fred Jr. (mein Vater) welcher ein Vorarbeiter für die Telefongesellschaft war, Florence (meine Tante) die als Verkäuferin in einem Kaufhaus arbeitete, meine Mutter Margaret Bullock Lewis, ich (Florence M.) mit 4 Jahren und 4 Monaten, meine Schwester Geraldine E., sie war 2 Jahre und 4 Monate alt, meine Schwester Doris M., 2 Monate alt und ein Pensionsgast James E. Martin, er war Ingenieur  in einem Kaufhaus. James Martin gab mir ein Nudelholz den er als Hochzeitsgeschenk gemacht hatte. Ich besitze es noch immer und benutze es auch noch. Fred Jr. wurde nicht als Veteran aufgelistet und Fred Sr. galt weiterhin als Veteran des spanisch-amerikanischen Krieges. Der Wert des Hauses lag bei $6000.00. Die Familie besaß ein Radio.

Irgendwann zwischen 1910 und 1920 wurde Großvater Polizist, ein Job den er wirklich liebte. Er fuhr Motorrad und Streifenwagen. Ich erinnere mich immer bei Großmutter geschlafen zu haben, wenn er nachts auf Streife war. Ich erinnere mich auch an Familienstreitigkeiten in der Nachbarschaft und wie Großvater dann gerufen wurde um zu schlichten. Ich machte mir immer Sorgen um ihn. Großvater war auch der Tambourmajor der Trommel und Signalhorn Band, Er führte sie in den Paraden entlang der Noblestown Road.

 

Ich habe noch lebhafte Erinnerungen von ihm. Auch eine wo er sich am Strand so schwer verbrannte, dass er Brandblasen hatte. Einmal hatter er seinen Frisör seine Haare schwarz färben lassen und fuhr dann nach Michigan in der Hitze, die Farbe und der Schweiß rannen ihm die Stirn runter. Jedes Jahr gingen er, mein Vater und ab und zu auch andere, auf die Jagd und brachte normalerweise auch Hasen oder Eichhörnchen mit nach Hause. Einmal brachte Großvater einen Bären mit nach Hause. Er machte daraus einen Vorleger. Er verzierte den Boden jahrelang. Vater und Großvater fuhren auch weit raus Angeln, was viel frittieren von Fischen bedeutete und Mutter mochte das nicht. 

Fred und Ellen blieben im Haus bis 1945 als sie es für $70.000.00 verkauften. Sie zogen in das Haus von Tante Flo und ihrem Mann John Simmonds in der Crane Road in Banksville. Die Simmonds hatten das Haus meines Großvaters mütterlicherseits Jospeh Bullock gekauft, welcher das Haus auf ihrem Grundstück gebaut hatte. Meine direkten Verwandten zogen vom Lewis-haus ins Joseph-Haus 1940. Wir wohnten nah an den Simmonds, da beide Häuser auf dem Original Bullock-Grundstück gebaut wurden.

 

Großmutter Ellen starb 1945. 1949 heiratete Fred Cecelia Kutzner, eine frühere Nachbarin, jung genug um seine Tochter zu sein. Tante Flo missbilligte das, aber Dee sagt Ceil war eine große Hilfe für ihn und übernahm das Lesen für ihn, als sie später reisten. Er angelte auch weiterhin. Er starb im alter von 85.

 

 

 

Im jahr 1917 waren die Arbeitsbedingungen in Deutschen Elektrizitätswerk in Buenos Aires, Argentinien so schlecht dass ein Streik aufgerufen wurde.

Die Steikende gaben eine Mitteilung in mehreren Sprachen heraus. Dies ist eine Abschrift der Deutschen Version

 

DER STREIK IM DEUTSCHEN ELEKTRIZITÄTSWERK

In Anbetracht der kolosalen Propaganda der C.A. T. E., sowie der beispiellosen Parteilichkeit der hiesigen Deutschen Pres­se halten wir deutschen Arbeiter dieses Werkes es für unsere Pflicht, der breiteren Öffentlichkeit die wahren Ursachen des Streikes mitzuteilen.

Beginnen wir ab 1 März 1917, Hunderte von Arbeitern aller Nationen standen wochenlang vor den Toren der Usina  Dock Sud, in der Erwartung Arbeit zu erhalten.

Je näher der 1. März heranrückte, desto größer wurde dieser Haufen War­tender. Auch viele Frauen mit Kindern waren darunter, wohl in der Hoffnung, durch ihre Gegenwart das Mitleid des Direk­tors zu erregen und so ihrem Ernährer zum Brot zu verhelfen. Es war eine Zeit der Not und des Elends für die ärmeren Klassen. Nun, die Compania Alemana de Electricidad hatte diese Notlage der Arbeiter wei­dlich für ihre Zwecke ausgenutzt. Man engagierte Peone für 50 cts. per Stunde sowie Heizer, die nach bestandener Probe 105 Pesos monatlich erhalten sollten. Wohl wenige sind Zeugen gewesen, die­sen gemeinen Sklavenarbeit die damals den Arbeitern auferlegt wurde. Es ist zweifel­haft ob der zu Zwangsarbeit verurteilte Sträfling annähernd so angespannt wird wie damals  die Arbeiter im Elektrizitätswerk. Man denke, von 7 Uhr abends bis 7 Uhr morgens, oder umgekehrt von morgens 7 bis abends 7 ununterbrochen, nur eine Stunde Esspause, gerade Zeit genug um die Mahlzeit zu verschlingen, sonst nur schwere körperliche Arbeit, tagaus, tagein, Sonntags wie Wochentags. Ja, sogar während dem Schichtwechsel 17 Stunden Dienst hinter­einander ununterbrochen. Dieselbe scham­lose Ausbeutung vollzog man an den Heizern die erst für 50 cts. per Stunde ausgeprobt wurden Welches Heer von Arbeitern auf diese Weise ausgeprobt oder besser ge­sagt ausgepumpt wurden, spottet jeder Be­schreibung. 

Hatte jemals eine der deutschen Zeitungen von dieser gemeinen Schinderei Erwähnung getan oder Mitteilung gemacht über die mehr oder minder schweren Ver­letzungen oder Verbrennungen hervorgeru­fen nicht etwa durch Zufall sondern in den meisten Fällen durch brutale Rücksichts­losigkeit?

Auch das andere Personal wurde auf ei­ne niederträchtige Art und Weise ausge­nutzt. Deutsche Handwerker, die drüben ihre Lehrzeit durchgemacht hatten und in der C. A. T. E. um Arbeit nachfragten, er­hielten meistens den Bescheid, das momen­tan kein Bedarf an Fachpersonal wäre, je­doch Peone unter Umständen eingestellt werden könnten, jedoch später dann Gelegenheit für Facharbeiter sich finden würde, etc und was dergleichen Ausflüchte mehr waren. Die Hauptsache war, das der Mann Arbeit annahm, und als Peon oder Ayudante eingetragen wurde. Selbstverständlich erhielten diese Leute ihre Facharbeit zu­gewiesen, bezogen aber natürlich nur den Lohn als Peon. Falls schließlich der eine oder andere auf seinen Beruf pochte und demgemäss Bezahlung beanspruchte, ver­wies man ihm einfach auf die Eintragung als «Peon» und ließ ihn eventuell einige Tage die Schaufel hantieren... bis zur vö­lligen Bekehrung, denn Weglaufen, das gab es ja nicht man wusste ganz genau, Chancen für Arbeit und speziell für deutsche Arbeiter gab es fast gar keine.

Körperliche Überanstrengung und mise­rable Löhnung bei fortwährender Steigerung der Lebensmittelpreise brachten es schließlich dahin, wohin es kommen musste:

Deutsche, Österreicher, Slawen Spanier Arbeiter aller Nationen verbanden sich, bildeten etwa keine Gesellschaft, Club oder Verein, sondern was diese Leute zusam­mentrieb war Armut und Elend. Was man als Löhnung erhielt langte gerade dazu um die Schulden beim Bäcker, Schlachter und Almacen zu bezahlen vom nächsten Tag an musste schon wieder geborgt werden. Also zu verlieren hatte man nichts, oder wenigs­tens nicht viel. Also los:

Viva la Huelga!!!!! , Hoch der Streik.

Was wurde nicht alles angestellt um die­sen Streik zu unterdrücken, man betrach­te nur die folgende Beihilfe: 2 Torpedoboo­te, Maschinengewehre, Hunderte von Marinesoldaten, fast die ganze Esquadron de Seguridad nebst anderer Polizei, ja sogar die Gefängniswache von La Plata war an­gerückt. Wahrhaftig die Regierung ließ sich nicht lumpen.

Hatte die Dirección wohl eingese­hen, das es so nicht weiter ging, oder hatten die Regierungsbeamten, nachdem sie sich persönlich von der Menschenausbeu­tung überzeugt hatten einen Druck auf die Gesellschaft ausgeübt?  Wer weiß?  Kurz und gut die C. A. T. E. bewilligte die gesamten Forderungen fast ausnahmslos, unter anderem die für uns sehr wichtige. Klausel:

Anerkennung unserer Arbeitergemeinschaft

Es lässt sich leider nicht vermeiden, hier den Fall Granada zu  erwähnen. Wohl jeder Deutsche weiß, welchem Zwecke der deutsche Dampfer «Granada» dient. Alle die unglücklichen deutschen Landsleute welche hier Schiffbruch erlitten haben und obdachlos umherirren, finden, oder sollen dort Unterkunft finden. (Nähe­res darüber mitzuteilen würde zu weit füh­ren), also zu Sache: Als der Streik losging entsann man sich plötzlich dieser Leute. Gesagt, getan. Der liebenswürdige Offizier der Granada ließ die Leute antreten, verlas den Befehl, sich in der Usina Dock Sud zu stellen, und drohte den Leuten, dieselben im Weigerungsfälle von Bord zu jagen. «Lieb Vaterland magst ruhig sein!!»

Man denke sich, welchen Eindruck es speziell auf uns deutsche Arbeiter machte als diese Hilfstruppe der Granada anrückte und wir die näheren Einzelheiten erfuhren. Die Mehrzahl dieser Leute nahmen wir in der Sociedad auf und beköstigten dieselben meh­rere Wochen, in der Hoffnung, die Leute in der Fabrik unterbringen zu können. Kei­nen einzigen dieser Deutschen hat die Dirección angestellt.

Aber auch das Schicksal der andern von der Granada die sich dazu hergaben den Streikbrecher zu machen, verdient Er­wähnung, da es das Verhalten der Dirección den Deutschen gegenüber in rechtem Lichte zeigt. Schreiber dieses hatte Gelegenheit, per­sönlich einen dieser armen Teufel kennen zu lernen. Der Mann war fleißig und wi­llig und jedermann gönnte ihm sein Brot trotzdem er ein Streikbrecher war. Ein paar Tage später wurde der Mann ein­fach entlassen. Grund: Keine Arbeit vorhanden!!?? 

Erst hatte man die Leute direkt gezwungen hier zu arbeiten um sie sofort wieder auf die Strasse zu setzen, als man ihrer nicht mehr bedurfte. Unsere Deutsche Presse, besonders die L. P. Zeitung hat sich während dieser Zeit wahrlich nicht mit Ruhm bekleckert. Die Mitteilungen über unsere  Streikbewegung  waren dermaßen ungenau und parteiisch und zeigten geradezu öffentlich ihre Dienst­willigkeit der Dirección gegenüber. Doch den Vogel schoss besagte Zeitung wohl mit folgendem ab:

Als wir um Publikation ersuchten, dessen was man unseren Granada-Leuten zugefügt hatte wurde uns achselzuckend mitgeteilt das eine derartige Publikation der deutschen Sache schaden könnte, mit anderen Wor­ten Man ließ fünf grade sein und schwieg.! Nachdem der Streik zu unseren Guns­ten entschieden war, ging alles seinen Gang in voller Ordnung bis der Wechsel in der technischen Leitung eintrat und der jetzige Director die technische Führung übernahm. Seine erst Handlung war, verschiedene Arbeiten, die sonst von dem Usinepersonal ausgeführt wurden, an sogenannte Kontratisten zu vergeben. An sich wäre die Sache belanglos und vollständig in der Or­dnung, jedoch wurde dabei eine ganz bes­timmte Taktik verfolgt. Da immer mehr Leute angeworben wurden und nur 3.15 $ bei 9 Stundige Arbeitszeit gezahlt wurde, bei uns Arbeitern, der C. A. T. E. jedoch der Normallohn für diese Arbeiten 4.00 -1 bei 8 stundiger Arbeitszeit beträgt, veranlassten wir diese Leute unserer Sociedad beizutreten und ihrerseits die gleiche Lohnung zu verlangen. Schon am nächsten Tage wurde fliesen Arbeitern der 4.00 $ Lohn bewilligt jedoch alle diejenigen die unserer Arbeitervereinigung beigetreten waren, wurden entlassen. Es hat sich herausgestellt, das die soge­nannten Kontrakte nur fingiert waren, einerseits um die abgemachten Klauseln zu umgehen, andrerseits um recht viel nicht-organisiertes Personal zusammen zu brin­gen, einzig und allein zu dem Zweck bei Gelegenheit die Vereinigung der Arbeiter zu sprengen und die alten Zustände von Not und Elend wieder einzuführen. 

Doch jetzt kommt die gemeinste und niederträchtigste Handlung die uns bis jetzt gebo­ten wurde:

Ein Individuum, namens Oswald Jonke das früher kolossal Propaganda in Sachen «Pro aliados» machte und vor einigen Mo­naten aus der Vereinigung hinausgeworfen wurde, versucht jetzt, auf unser patriotis­ches Gefühl! klopfend uns einzureden, dieser Streik wäre eine Mache der Aliados. Die­ser Mensch der früher vor Schulden nicht aus noch ein wusste, und dem man die Sammlung für die Granada Leute nach 7 Monaten gewaltsam abnehmen musste, ver­fügt jetzt wie sein andrer Helfershelfer über Geldmittel, die man sonst bei diesen Leuten nie gewohnt war.

Es liegt nicht in unserer Absicht nachzuforschen, woher plötzlich das Geld stammt, aber wir verwahren uns auf das entschiedenste dage­gen, das unsere deutsche Sache hier bei diesem Kampf zwischen Kapital und Ar­beit auf solche infame Weise ausgenutzt wird. Um was dreht sich denn der Streik? Wir verlangen keine Lohnerhöhung, keine Verkürzung der Arbeitszeit, sondern einzig und allein die Anerkennung unserer Sociedad denn nur diese allein ist es wel­che uns den mit der Gesellschaft festge­legten Lohn garantiert.

Warum gibt man der Sache fälschlich einen politischen Anstrich? Warum pras­seln fortwährend Flugblätter in deutsch, spanisch slawisch, ja sogar in türkisch auf uns nieder, alle mit demselben. Gewäsch das man uns Untertanen der Zentralmächte an die Luft setzen und dafür Aliados einsetzen will. Unablässig arbeiten die D. W. G. und das famose deutsche Seemannsheim um Streikbrecher anzuwerben. Und allen die­sen Angeworbenen wird das Märchen von dieser Aliados Gefahr weißgemacht. Unsere Vorahnung hat sich leider bestätigt. Diese philanthropischen Institute haben wenig mit Philanthropie zu tun und stehen ausschließlich im Dienste des Kapitalismus. Aber wisset, ihr verantwortlichen Leiter dieser beiden Gesellschaften, auch wir, die wir die Sachlage erkannt haben, auch wir wer­den uns verteidigen und aufklärend wirken, um unsere Existenz aufrechtzuerhal­ten. Ihr habt voriges Jahr Streikbrecher geschickt, auch die Granadaleute, dieses Jahr dasselbe Manöver. Wir werden unse­re Konsequenzen ziehen. Die Verantwortung für das was kommen mag fällt auf euch zurück. Mögen diese Herren wissen, Innerhalb unserer Vereinigung gibt es keine Disku­ssion über Politik oder Nationalstolz. Wir halten zusammen, einzig und allein zudem Zweck, uns und unserer Familie das täg­liche Brot zu erhalten. Darum einzig und allein handelt es sich in diesem Streik. Da sich uns deutschen Arbeitern der C. A. T. E. sonst keine Gelegenheit bietet gegen die vielseitigen verleumderischen Angriffe uns wirksam zu verteidigen, ha­ben wir uns veranlasst gesehen, der deut­schen Kolonie in Argenlinien die wahren Ursachen des jetzigen Streiks auf diesem Wege mitzuteilen, ebenso die Mittel, die angewandt werden, um uns Arbeiter der C. A. T. E. der früher erhaltenen Rechte /zu berauben.

Im Auftrage seiner Kameraden

ein deutscher Arbeiter

der C. A. T. E.